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Arbeitsmarkt

31.01.2006

Jobbörsen im Vergleich: Analyse der Fachhochschule Koblenz

von Thomas Böttcher

Professor Dr. Christoph Beck, Professor für Personal- und Bildungswesen an der Fachhochschule Koblenz, hat im Zeitraum vom 29.11. bis 06.12.2005 eine Analyse "Jobbörsen im Vergleich" durchgeführt. Hierbei wurden jeweils 600 Stellenanzeigen von Jobware, JobScout24, Monster, StepStone, Jobpilot und stellenanzeigen.de mit dem Ziel untersucht, Transparenz über die Struktur der veröffentlichten Stellenanzeigen zu schaffen. Geprüft wurden dabei Unternehmensklassifikation, Berufsfelder und Zielgruppen.

Die Analyse brachte u.a. folgende Ergebnisse zum Vorschein:

Unternehmensklassifikation:
Bei der zufällig ausgewählten Stichprobe von 600 Stellanzeigen lag der Anteil der DAX-Unternehmen mit 24,67 Prozent bei Jobware am höchsten, gefolgt von StepStone mit einem Anteil von 16,33 Prozent. Bei den Unternehmen außerhalb der „DAX-Familie“ war der Anteil bei Monster mit 66,83 Prozent am größten, dahinter Jobware mit 65,33 Prozent und Jobpilot mit 63,5 Prozent.

Berufsfelder:
Die meisten Stellenzeigen im Bereich der Technischen Berufe und des Ingenieurwesens hatte Jobware mit einem Anteil von 34,5 Prozent zu verzeichnen. Gefolgt von stellenanzeigen.de mit 32,0 Prozent sowie StepStone mit 25,67 Prozent.
Für die Berufsfelder der Informationstechnologie und der Telekommunikation hatte die Jobbörse StepStone mit 18,67 Prozent die meisten Inserate, gefolgt von Jobware mit 13,67 Prozent und Jobpilot mit 13,33 Prozent.
Für die Berufsfelder im Bereich Consulting / Training / Ausbildung hatte Jobscout24 mit 12,0 Prozent die meisten Stellenanzeigen, dahinter Jobware mit 10,67 Prozent.

Zielgruppen:
Der Anteil der Stellenanzeigen für Führungskräfte lag bei Jobware mit 20,17 Prozent am Höchsten. Es folgte Jobscout24 mit einem Anteil von 19,0 Prozent. Auch der Anteil der Inserate für Spezialisten / Professionals war bei Jobware am größten, und zwar mit mehr als der Hälfte aller Anzeigen (54 Prozent). Es folgte StepStone mit 34,83 Prozent und Monster mit 28,17 Prozent. Die meisten offenen Stellen für Sachbearbeiter bot stellenanzeigen.de mit 49,67 Prozent. Es folgte Jobscout24 mit einem Anteil von 36,83 Prozent. Die Zahl der Stellenanzeigen für Freie Mitarbeiter, Ausbildungsplätze und Trainee-Stellen war bei allen Jobbörsen sehr gering. Auffällig hingegen ist das Ergebnis bei den Praktika. So waren immerhin von den 600 untersuchten Stellenanzeigen bei Jobpilot 28 Prozent (=168 Stellenanzeigen) als Praktikantenstellen ausgeschrieben.

Matching-Qualität:
Bei Jobware und Jobscout24 heißt es „Job-Schnellsuche“, bei Jobpilot „Jobs suchen“, bei Monster „Express-Jobsuche“ und bei StepStone „Freitextsuche“. Bei allen Jobbörsen handelt es sich um die Möglichkeit, durch Eingabe einer Stellenbezeichnung / Tätigkeit eine Treffer- bzw. Ergebnisliste mit den entsprechenden Stellenausschreibungen angezeigt zu bekommen. Dabei zeigte, dass die Matching-Qualität der „Schnellsuche“ bei Jobware mit fast 86 Prozent am höchsten war, unmittelbar gefolgt von Monster mit einer Passgenauigkeit von 81,22 Prozent. Jobscout24 folgt mit 65,76 Prozent, Jobpilot mit 63,66 Prozent und StepStone mit 61,89 Prozent.

Die vollständige Studie ist im Internet einzusehen unter:
www.fh-koblenz.de/betriebswirtschaft2/down/Final01.pdf Externer Link



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