01.12.2003
Virtueller Arbeitsmarkt startet mit 350.000 offenen Stellenvon Robert Piterek |
Kommerzielle Jobbörsen warfen der Bundesanstalt für Arbeit vor, die Internet-Stellensuche zu monopolisieren. Auch die Zeitungsverleger äußerten sich kritisch. In den Aufbau des virtuellen Arbeitsmarkts investiert die BA insgesamt 29 Millionen Euro. Alle 30 Dax-Unternehmen, der Zeitarbeitskonzern Manpower und andere kommerzielle Online-Stellenmärkte kooperieren mit der BA. Die Job-Portale Jobpilot, Jobscout, Monster und Stepstone lehnen eine Zusammenarbeit ab.
Umbau zu modernem Dienstleister
www.arbeitsagentur.de ist wesentlicher Bestandteil des Umbaus der Bundesanstalt für Arbeit in einen modernen Dienstleister. Die Website wird in den kommenden Monaten weiter ausgebaut.
Ziel des neuen Internet-Portals ist es, Erwerbslose wesentlich schneller als bisher zu vermitteln. Zudem sollen unnötige Wege bei Ämtern und der Verwaltungsaufwand insgesamt gemindert werden. Der Stellen-Informations-Service (SIS) sowie der Ausbildungs-Stellen-Informations-Service (ASIS) gehen in der Internet-Plattform auf, bleiben aber noch bis zum 15. Januar 2004 online.
Umfassendes Online-Angebot
www.arbeitsagentur.de ist aber nicht nur eine Online-Stellenbörse. Die Website bietet auch Stellengesuche und ein umfangreiches Informationsangebot. Hierdurch sollen, so Vertreter des Internet-Portals, Bewerberprofile und Job-Angebote besser in Übereinstimmung gebracht werden. Schon jetzt könnten Arbeitgeber die Stellengesuche von einer Millionen Bewerber einsehen, hieß es.
Interessant ist auch "Bea", die unerfahrenen Nutzern erklärt, welche Möglichkeiten der "virtuelle Arbeitsmarkt" bietet.
Quellen: Berliner Zeitung
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